02. Oktober 2017 | Rechtslage

Der BGH verlagert das wirtschaftliche Anfechtungsrisiko auf den beratenden Anwalt

Der mit der Durchsetzung einer Forderung beauftragte Rechtsanwalt kann verpflichtet sein, den Mandanten auf die insolvenzrechtliche Anfechtbarkeit freiwilliger Zahlungen des Schuldners und das hiermit verbundene Ausfallrisiko hinzuweisen. Nach der Rechtsprechung des BGH hat der beratenden Anwalt des potentiellen Anfechtungsgegners die Pflicht darauf hinzuweisen, dass durch eine Beitreibung der Forderung im Wege der Zwangsvollstreckung das Insolvenzanfechtungsrisiko auf 3 Monate reduziert werden kann. Sofern der beratenden Anwalt sich darauf beruft, dass eine Zwangsvollstreckung zur sofortigen Insolvenz geführt hätte ist dieser im Haftungsprozess gegenüber seinem Mandanten Darlegungs- und Beweisbelastet.

 

BGH, Urteil vom 7. September 2017 - IX ZR 71/16            



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