December 08, 2025

Tax consulting

AdV: Zweimalige Festsetzung von Grunderwerbsteuer bei Auseinanderfallen von Signing und Closing bei Share-Deal Transaktionen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem aktuellen Beschluss seine Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer bei zeitlich getrenntem Signing (Vertragsabschluss) und Closing (Anteilsübergang) bestätigt. Dabei bleibt rechtlich zweifelhaft, ob in solchen Fällen zweimal Grunderwerbsteuer festgesetzt werden darf. Diese Entscheidung hat erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen, die Gesellschaftsanteile erwerben, und erfordert eine genaue Prüfung der steuerlichen Risiken.

  • Doppelte Grunderwerbsteuer bei zeitlicher Trennung: Warum das Auseinanderfallen von Signing und Closing problematisch ist.
  • Rechtliche Unsicherheiten: Welche Zweifel der BFH an der doppelten Steuerfestsetzung äußert.
  • Strategische Handlungsempfehlungen: Wie Unternehmen steuerliche Risiken minimieren können.

Analyse und Handlungsempfehlungen

Auswirkungen auf Unternehmen

  1. Doppelte Steuerlast vermeiden: Der BFH stellt infrage, ob bei einem zeitlich getrennten Erwerb von GmbH-Anteilen zweimal Grunderwerbsteuer erhoben werden darf. Unternehmen sollten sicherstellen, dass das Finanzamt bei der Festsetzung der Steuer alle relevanten Informationen berücksichtigt, insbesondere den Zeitpunkt des Closings.
  2. Rechtliche Unsicherheiten: Der BFH hat klargestellt, dass die doppelte Festsetzung rechtlich zweifelhaft ist, wenn dem Finanzamt beim zweiten Steuerbescheid bekannt ist, dass das Closing bereits erfolgt ist. Dies bietet Unternehmen eine Grundlage, um gegen unrechtmäßige Steuerbescheide vorzugehen.
  3. Strategische Planung: Unternehmen sollten den zeitlichen Ablauf von Signing und Closing sorgfältig planen und dokumentieren, um steuerliche Risiken zu minimieren.

Praktische Tipps

  • Dokumentation sicherstellen: Halten Sie den genauen zeitlichen Ablauf von Signing und Closing schriftlich fest, um im Streitfall eine klare Beweislage zu haben.
  • Steuerbescheide prüfen: Überprüfen Sie Steuerbescheide auf mögliche doppelte Festsetzungen und legen Sie bei Bedarf Einspruch ein.
  • Beratung einholen: Ziehen Sie steuerliche Experten hinzu, um die rechtlichen Risiken bei der Übertragung von Gesellschaftsanteilen zu bewerten.

Zusammenfassung

  • Der BFH hat Zweifel an der Rechtmäßigkeit der doppelten Grunderwerbsteuerfestsetzung bei zeitlich getrenntem Signing und Closing geäußert.
  • Unternehmen sollten den Ablauf solcher Transaktionen genau dokumentieren und Steuerbescheide sorgfältig prüfen.
  • Eine strategische Planung und rechtliche Beratung sind essenziell, um unnötige Steuerlasten zu vermeiden.

Relevant Services

Tax Structuring Advisory
Tax Filing

More Articles

January 26, 2026

Tax consulting

(Wieder-)Einführung des ermäßigten Steuersatzes auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen: Chancen und Herausforderungen für Unternehmen

Ab dem 1. Januar 2026 gilt wieder der ermäßigte Umsatzsteuersatz für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat hierzu am 22. Dezember 2025 wichtige Anpassungen bekanntgegeben, die insbesondere für Unternehmen in der Gastronomiebranche von Bedeutung sind. Dieser Artikel beleuchtet die rechtlichen Details, analysiert die Auswirkungen auf Geschäftsstrategien und gibt Handlungsempfehlungen für eine optimale Umsetzung.

vonDaniel Lang

January 26, 2026

Tax consulting

Firmenwagenbesteuerung: Stellplatzkosten und ihre steuerliche Behandlung

Das aktuelle Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Firmenwagenbesteuerung klärt die steuerliche Behandlung von Stellplatzkosten, die Arbeitnehmer selbst tragen. Es stellt fest, dass diese Kosten nicht den geldwerten Vorteil aus der Überlassung eines Firmenwagens mindern. Für Unternehmen und Arbeitnehmer ergeben sich daraus wichtige Konsequenzen, die sowohl die Vertragsgestaltung als auch die steuerliche Planung betreffen.

vonDaniel Lang

January 26, 2026

Tax consulting

Strategien zur Vermeidung des gewerblichen Grundstückshandels: Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Der gewerbliche Grundstückshandel ist ein steuerliches Risiko, das bei der Veräußerung von Immobilien erhebliche finanzielle Folgen haben kann. Betriebsprüfer und Finanzgerichte prüfen zunehmend, ob Immobilienverkäufe die Kriterien eines gewerblichen Grundstückshandels erfüllen. Dieser Artikel analysiert die rechtlichen Grundlagen, zeigt Restrisiken auf und gibt praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen.

vonDaniel Lang