September 22, 2026

Restructuring

Julius Schüle Druckguss GmbH: Arndt Geiwitz zum vorläufigen Sachwalter bestellt

Schutzschirmverfahren für traditionsreichen Automobilzulieferer eingeleitet – Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Das Amtsgericht Aalen hat am 18. September 2026 antragsgemäß ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung (§ 270d InsO) für die Julius Schüle Druckguss GmbH angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Arndt Geiwitz (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, SGP Schneider Geiwitz, Ulm) bestellt. Er überwacht das Verfahren im Interesse der Gläubiger und begleitet die Restrukturierung konstruktiv.

Julius Schüle Druckguss: Arndt Geiwitz Sachwalter | SGP

Zielsetzung des Verfahrens

Oberstes Ziel des Schutzschirmverfahrens ist die nachhaltige Sanierung und zukunftssichere Aufstellung des 1951 gegründeten Familienunternehmens sowie der bestmögliche Erhalt der Arbeitsplätze und des Standorts in Schwäbisch Gmünd. Im Fokus stehen:

  • Die Sicherung und fortlaufende Stabilisierung des operativen Geschäftsbetriebs.
  • Der Schutz und die transparente Wahrung der Gläubigerinteressen.
  • Die zügige Erarbeitung eines tragfähigen Sanierungsplans in enger Abstimmung mit den Verfahrensbeteiligten.
  • Die zeitnahe Einleitung und Begleitung eines strukturierten Investorenprozesses zur Erschließung neuer Zukunftsperspektiven.

Dank für das entgegengebrachte Vertrauen

SGP Schneider Geiwitz bedankt sich beim Amtsgericht Aalen sowie bei den beteiligten Gläubigern für das mit der Bestellung zum vorläufigen Sachwalter entgegengebrachte Vertrauen. Ein ebenso großer Dank gilt der Belegschaft, den Kunden und den Lieferanten für die konstruktive Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Fortführung des Geschäftsbetriebs in dieser anspruchsvollen Phase.

Das Unternehmen und die Eckdaten im Überblick

Unternehmen: Spezialist für hochkomplexen Aluminiumdruckguss für die internationale Automobilzulieferindustrie mit Stammsitz in Schwäbisch Gmünd. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von rund 110,9 Mio. Euro und beschäftigt insgesamt rund 680 Mitarbeitende (davon 152 am deutschen Stammsitz).

Verfahrensumfang: Das Schutzschirmverfahren beschränkt sich ausschließlich auf die deutsche Muttergesellschaft. Die ausländischen Tochtergesellschaften in Polen (Świebodzice) und der Slowakei (Poprad) haben keinen Insolvenzantrag gestellt; sie führen ihre Produktion als verlängerte Werkbank unverändert fort.

Operative Fortführung: Der Geschäftsbetrieb der deutschen Gesellschaft wird uneingeschränkt fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten in Schwäbisch Gmünd sind bis einschließlich November 2026 über das Insolvenzgeld abgesichert.

Verfahrensbeteiligte

  • Vorläufiger Sachwalter: Arndt Geiwitz (SGP Schneider Geiwitz)
  • Generalbevollmächtigte (Eigenverwaltung): RA Martin Mucha, Dr. Hans Konrad Schenk, Markus Berger (GRUB BRUGGER)
  • Betriebswirtschaftliche Sanierungsberatung: bachert&partner