January 26, 2026

Tax consulting

Stellplatzkosten bei doppelter Haushaltsführung: Steuerliche Auswirkungen und Handlungsempfehlungen

Das aktuelle Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20. November 2025 bringt Klarheit in die steuerliche Behandlung von Stellplatzkosten im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung. Die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für Unternehmen und Arbeitnehmer, die eine Zweitwohnung nutzen und dabei zusätzliche Kosten für einen Pkw-Stellplatz tragen. Dieser Artikel analysiert die rechtlichen Details und zeigt auf, wie Unternehmen und Arbeitnehmer ihre Steuerstrategie optimieren können.

Relevanz des BFH-Urteils: Das Urteil des BFH (VI R 4/23) stellt klar, dass Stellplatzkosten nicht zu den Unterkunftskosten zählen und daher nicht der monatlichen Höchstgrenze von 1.000 EUR unterliegen.

Rechtliche Grundlagen: Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Stellplatzkosten basiert auf § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 S. 4 EStG.

Praktische Implikationen für Unternehmen: Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter bei der doppelten Haushaltsführung unterstützen und steuerliche Vorteile nutzen?

Analyse und Handlungsempfehlungen

Das Urteil des BFH hebt hervor, dass Stellplatzkosten als eigenständige Wirtschaftsgüter betrachtet werden und daher zusätzlich zu den Unterkunftskosten abziehbar sind. Dies bedeutet, dass Arbeitnehmer, die neben ihrer Zweitwohnung einen Stellplatz anmieten, die Kosten steuerlich geltend machen können, ohne die Höchstgrenze von 1.000 EUR zu überschreiten. Unternehmen sollten diese Regelung berücksichtigen, um ihre Mitarbeiter bei der doppelten Haushaltsführung gezielt zu unterstützen.

Auswirkungen auf Unternehmen

  • Optimierung der Mitarbeiterunterstützung: Unternehmen können durch die Übernahme von Stellplatzkosten ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und gleichzeitig steuerliche Vorteile für ihre Mitarbeiter maximieren.
  • Vertragsgestaltung: Es ist ratsam, Mietverträge für Stellplätze separat zu gestalten, um die steuerliche Abzugsfähigkeit klar zu regeln.
  • Beratung und Schulung: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter über die steuerlichen Möglichkeiten und Anforderungen bei der doppelten Haushaltsführung informieren.

Handlungsempfehlungen

  • Prüfung bestehender Verträge: Unternehmen sollten bestehende Mietverträge für Zweitwohnungen und Stellplätze überprüfen, um sicherzustellen, dass die steuerlichen Vorteile optimal genutzt werden können.
  • Strategische Planung: Bei der Unterstützung von Mitarbeitern mit doppelter Haushaltsführung sollten Unternehmen gezielt auf die steuerlichen Regelungen eingehen.
  • Individuelle Beratung: Arbeitnehmer sollten sich über ihre Möglichkeiten zur steuerlichen Optimierung informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Zusammenfassung

Das BFH-Urteil zur steuerlichen Behandlung von Stellplatzkosten bei doppelter Haushaltsführung bietet neue Möglichkeiten zur Optimierung der Steuerstrategie. Unternehmen können durch gezielte Unterstützung ihrer Mitarbeiter nicht nur deren finanzielle Belastung reduzieren, sondern auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Eine sorgfältige Prüfung und Anpassung von Mietverträgen sowie eine umfassende Beratung sind entscheidend, um die Vorteile dieser Regelung voll auszuschöpfen.

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