07. Juli 2026
Insolvenz muss nicht das Ende sein - BR interviewt Insolvenzverwalter Matthias Räupke
In der Sendung vom Bayerischen Rundfunk vom 06.07.2026 (Min. 3–6) macht Insolvenzverwalter Matthias Räupke deutlich, dass eine Insolvenz nicht zwangsläufig das Aus für ein Unternehmen bedeuten muss. Am Beispiel der Fluhr Displays GmbH & Co. KG zeigt er, wie ein Traditionsbetrieb trotz Insolvenz eine Zukunftsperspektive erhalten kann.

Im September 2025 meldete Fluhr Displays Insolvenz an. Statt Produktionsstopp und Stillstand setzte Insolvenzverwalter Räupke gemeinsam mit dem SGP Corporate Finance Team auf Kontinuität und Struktur: Der Geschäftsbetrieb in Fischach lief ohne Unterbrechung weiter, ein strukturierter Investorenprozess wurde aufgesetzt, potenzielle Erwerber gezielt angesprochen, geprüft und verglichen.
Das Ergebnis dieses Prozesses war eine tragfähige Fortführungslösung: Zum Jahreswechsel übernahmdie ChickenTrailer Gruppe im Wege eines Asset-Deals wesentliche Vermögensgegenstände und den operativen Geschäftsbetrieb von Fluhr Displays. Ein Großteil der Belegschaft konnte übernommen werden, sodass die Mehrheit der Arbeitsplätze am Standort erhalten blieb.
Bildlich gesprochen: Die Insolvenz war für Fluhr Displays nicht das Abrisskommando, sondern der Startpunkt für einen Neustart unter neuen Eigentümern. Die ChickenTrailer Gruppe nutzt die vorhandenen Kapazitäten nun doppelt – für Komponenten ihrer mobilen Hühnerställe und für das klassische Displaygeschäft unter der Marke „Fluhr Displays“. So bleibt das Unternehmen als leistungsfähiger Industriepartner am Markt präsent, während gleichzeitig regionale Arbeitsplätze gesichert werden.
Der Fall Fluhr Displays zeigt eindrücklich, was Matthias Räupke im BR-Interview betont: Mit einer professionellen Insolvenzverwaltung und einem klar strukturierten Investorenprozess kann eine Insolvenz den Weg zu einer nachhaltigen Unternehmensfortführung ebnen – zum Nutzen von Mitarbeitenden, Kunden und der Region.
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